Antworten auf häufige Fragen
Im Alltag mit Kindern tauchen immer wieder Fragen auf, manchmal ganz plötzlich und manchmal schon lange vor dem nächsten Praxisbesuch. Ob es um Termine, typische Kinderkrankheiten, die Entwicklung Ihres Kindes oder um Vorsorgeuntersuchungen geht – wir haben hier Antworten auf Fragen zusammengestellt, die uns in der Praxis häufig begegnen.
Vielleicht finden Sie die gesuchte Information bereits hier. Und wenn nicht, sprechen Sie uns gern persönlich an.


Rund um Ihren Praxisbesuch
Wenn Kinder krank werden
Fieber ist zunächst eine natürliche Reaktion des Körpers und zeigt häufig, dass sich das Immunsystem mit einer Infektion auseinandersetzt. Wichtig ist deshalb nicht nur die gemessene Temperatur, sondern vor allem, wie es Ihrem Kind insgesamt geht. Achten Sie darauf, dass es ausreichend trinkt, Ruhe bekommt und sich möglichst wohlfühlt.
Fiebersenkende Medikamente können bei deutlichem Unwohlsein helfen, sollten aber immer alters- und gewichtsentsprechend angewendet werden. Bei Säuglingen unter drei Monaten muss bereits eine Temperatur ab 38,0 °C umgehend ärztlich abgeklärt werden. Auch bei anhaltendem Fieber, einem deutlich beeinträchtigten Allgemeinzustand oder wenn Sie sich Sorgen machen, sollte Ihr Kind ärztlich untersucht werden.
Ja, eine Scharlacherkrankung ist auch mehrmals möglich. Scharlach wird durch bestimmte Streptokokken-Bakterien verursacht, von denen es unterschiedliche Varianten gibt. Eine durchgemachte Erkrankung schützt deshalb nicht zuverlässig vor einer erneuten Ansteckung.
Typische Beschwerden können Halsschmerzen, Fieber, ein feinfleckiger Hautausschlag und eine auffällig gerötete Zunge sein. Ob tatsächlich Scharlach vorliegt und welche Behandlung notwendig ist, sollte ärztlich abgeklärt werden.
Ein mögliches Anzeichen für eine Borreliose ist die sogenannte Wanderröte. Dabei entsteht einige Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich eine Rötung, die sich langsam ausbreitet. Sie muss nicht immer ringförmig aussehen und kann auch ohne die typische Aufhellung in der Mitte auftreten.
Allerdings entwickelt nicht jeder infizierte Mensch eine erkennbare Wanderröte. Beobachten Sie deshalb die Einstichstelle und achten Sie auch auf ungewöhnliche Beschwerden. Bei einer sich ausbreitenden Rötung oder anderen auffälligen Symptomen sollte Ihr Kind ärztlich untersucht werden.
Ein leichter Schnupfen oder gelegentlicher Husten ist bei Kindern häufig und muss nicht immer ärztlich behandelt werden. Solange Ihr Kind ausreichend trinkt, gut atmet und insgesamt einen munteren Eindruck macht, können Sie den Verlauf zunächst beobachten.
Wenn hohes oder länger anhaltendes Fieber, Ohrenschmerzen, deutliche Schluckbeschwerden oder eine Verschlechterung des Allgemeinzustands hinzukommen, ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll. Bei Atemnot, Bewusstseinsstörungen oder anderen lebensbedrohlichen Anzeichen wählen Sie bitte sofort die 112.
Bei Magen-Darm-Infekten verlieren Kinder Flüssigkeit und wichtige Salze. Deshalb ist es besonders wichtig, regelmäßig kleine Mengen zu trinken anzubieten. Bei stärkerem Flüssigkeitsverlust können spezielle Elektrolyt-Glukose-Lösungen aus der Apotheke helfen.
Wenn Ihr Kind kaum noch trinkt, ungewöhnlich schläfrig wirkt, deutlich weniger Urin ausscheidet oder die Beschwerden anhalten, sollte es ärztlich untersucht werden. Besonders bei Säuglingen und kleinen Kindern kann Flüssigkeitsmangel schnell problematisch werden.
Nach einer Erkrankung sollte Ihr Kind wieder so fit sein, dass es den Kita- oder Schulalltag gut bewältigen kann. Entscheidend sind dabei der Allgemeinzustand, die Art der Erkrankung und die mögliche Ansteckungsgefahr für andere Kinder.
Bei bestimmten Infektionskrankheiten gelten besondere Vorgaben für die Wiederzulassung zu Gemeinschaftseinrichtungen. Wenn Sie unsicher sind, wann Ihr Kind wieder in die Kita oder Schule gehen darf, sprechen Sie uns gern an.
Impfungen und Vorsorge
Eine leichte Erkältung ist normalerweise kein Grund, eine geplante Impfung zu verschieben. Auch ein leichter Infekt mit einer Temperatur unter 38,5 °C spricht in der Regel nicht gegen eine Impfung, solange es Ihrem Kind insgesamt gut geht.
Bei einer schwereren akuten Erkrankung wird der Impftermin gegebenenfalls verschoben. Ob die Impfung wie geplant stattfinden kann, entscheiden wir gemeinsam nach einer ärztlichen Einschätzung.
Eine Hepatitis-A-Impfung wird insbesondere bei Reisen in Länder mit erhöhtem Ansteckungsrisiko empfohlen. Auch bei bestimmten gesundheitlichen Risiken oder beruflichen Tätigkeiten kann sie sinnvoll beziehungsweise erforderlich sein.
Für einen langfristigen Impfschutz sind bei den üblichen Impfstoffen zwei Impfungen im vorgesehenen Abstand notwendig. Ob und wann eine Hepatitis-A-Impfung für Ihr Kind oder Ihren Jugendlichen empfehlenswert ist, besprechen wir gern im Rahmen einer individuellen Impf- oder Reiseberatung.
Ein versäumter Impftermin bedeutet normalerweise nicht, dass eine bereits begonnene Impfserie vollständig wiederholt werden muss. Fehlende Impfungen können in vielen Fällen nachgeholt werden, wobei sich die weiteren Termine nach dem Alter Ihres Kindes und den bisherigen Impfungen richten.
Bringen Sie einfach den Impfausweis mit. Wir überprüfen den Impfstatus und besprechen mit Ihnen, wie der Impfschutz vervollständigt werden kann.
Kinder entwickeln sich in ihrem eigenen Tempo und machen gerade in den ersten Lebensjahren große Fortschritte. Die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen helfen dabei, Wachstum, körperliche Gesundheit, Sprache, Beweglichkeit und die allgemeine Entwicklung im Blick zu behalten.
Sie bieten außerdem Gelegenheit, Fragen zu Ernährung, Schlaf, Verhalten oder anderen Themen anzusprechen, die Sie im Alltag mit Ihrem Kind beschäftigen.
Für die einzelnen U-Untersuchungen sind bestimmte Alterszeiträume vorgesehen, in denen die Untersuchungen durchgeführt werden sollen. Diese Zeitfenster sind wichtig, weil sich die jeweiligen Untersuchungsschwerpunkte an der Entwicklung des Kindes orientieren.
Bitte vereinbaren Sie die Termine möglichst frühzeitig. Falls Sie eine Untersuchung versäumt haben, sprechen Sie uns an, damit wir gemeinsam klären können, welche Möglichkeiten bestehen und ob die Krankenkasse die Kosten noch übernimmt.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) veröffentlicht regelmäßig Empfehlungen zu den Schutzimpfungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Der aktuelle Impfkalender zeigt, welche Impfungen in welchem Alter vorgesehen sind und wann Auffrischungen oder Nachholimpfungen empfohlen werden.
Auf unserer Seite „Impfkalender“ finden Sie einen direkten Verweis auf die offiziellen Informationen des Robert Koch-Instituts. Gern überprüfen wir auch persönlich den Impfstatus Ihres Kindes und beantworten Ihre Fragen.
Babys, Kleinkinder und ihre Entwicklung
Wenn das Stillen aus medizinischen Gründen vorübergehend nicht ausreichend möglich ist, kann eine elektrische Milchpumpe als Hilfsmittel verordnet werden. Das kann beispielsweise bei einer Trinkschwäche des Babys, nach einer Frühgeburt oder bei bestimmten gesundheitlichen Schwierigkeiten von Mutter oder Kind notwendig sein.
Liegt die Ursache beim Kind, kann die Verordnung durch die Kinderärztin erfolgen. Bei medizinischen Gründen aufseiten der Mutter ist in der Regel die Frauenärztin oder der Frauenarzt zuständig. Ob eine Verordnung möglich ist, hängt von der jeweiligen medizinischen Situation ab.
Das Trinkverhalten von Babys kann sich immer wieder verändern. Manchmal trinken sie kleinere Mengen, dafür häufiger, oder sind vorübergehend weniger interessiert. Entscheidend ist, ob Ihr Baby insgesamt ausreichend Flüssigkeit bekommt, regelmäßig nasse Windeln hat und einen wachen, zufriedenen Eindruck macht.
Wenn Ihr Baby deutlich weniger trinkt als gewöhnlich, ungewöhnlich schläfrig wirkt oder wesentlich weniger nasse Windeln hat, sollte die Ursache zeitnah ärztlich abgeklärt werden. Bei Neugeborenen und sehr jungen Säuglingen ist besondere Aufmerksamkeit wichtig.
Die Sprachentwicklung beginnt lange vor den ersten richtigen Wörtern. Schon Babys verständigen sich durch Laute, Mimik und Gesten, später kommen einzelne Wörter und schließlich kleine Sätze hinzu. Dabei entwickelt sich jedes Kind in seinem eigenen Tempo.
Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen achten wir darauf, wie sich das Sprachverständnis und die sprachlichen Fähigkeiten entwickeln. Wenn Ihr Kind wenig spricht, kaum auf Ansprache reagiert oder Sie sich Gedanken über seine Sprachentwicklung machen, sprechen Sie uns gern an.
Die ersten freien Schritte gehören zu den großen Entwicklungsschritten im Kleinkindalter, allerdings gibt es keinen festen Zeitpunkt, zu dem jedes Kind laufen können muss. Manche Kinder sind früh auf den Beinen, andere brauchen etwas länger und sammeln zunächst Erfahrungen beim Krabbeln, Hochziehen oder Laufen an Möbeln.
Bei den Vorsorgeuntersuchungen beobachten wir die motorische Entwicklung Ihres Kindes. Wenn Ihr Kind mit 18 Monaten noch nicht frei läuft, bereits erworbene Fähigkeiten verliert oder Ihnen etwas ungewöhnlich vorkommt, sollte dies ärztlich abgeklärt werden.
Mit zunehmendem Alter reicht Milch allein irgendwann nicht mehr aus, um den wachsenden Nährstoffbedarf zu decken. Der Beginn der Beikost wird frühestens ab dem Beginn des fünften und spätestens ab dem Beginn des siebten Lebensmonats empfohlen. Entscheidend ist auch, ob Ihr Baby bereits Interesse am Essen zeigt und die nötigen Entwicklungsschritte erreicht hat.
Muttermilch oder Säuglingsanfangsnahrung bleibt zunächst weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Wenn Sie Fragen zum richtigen Zeitpunkt, zur Auswahl geeigneter Lebensmittel oder zu möglichen Unverträglichkeiten haben, beraten wir Sie gern.
Der Schlaf von Babys unterscheidet sich deutlich vom Schlaf Erwachsener. Gerade in den ersten Lebensmonaten sind häufiges Aufwachen, kurze Schlafphasen und ein wechselnder Schlafrhythmus ganz normal. Erst nach und nach entwickelt sich ein regelmäßigerer Tag-Nacht-Rhythmus.
Wichtig sind eine sichere Schlafumgebung und Schlafbedingungen, die zum Alter Ihres Kindes passen. Babys sollten zum Schlafen auf den Rücken gelegt werden, möglichst im eigenen Bettchen im Elternschlafzimmer. Wenn Sie sich wegen des Schlafverhaltens Ihres Kindes Sorgen machen oder die Nächte für die Familie zunehmend belastend werden, sprechen Sie uns gern an.
Besondere Beschwerden und Untersuchungen
Wenn Ihr Kind immer wieder unter Beschwerden wie häufigem Niesen, tränenden Augen, Hautreaktionen oder bestimmten Beschwerden nach dem Essen leidet, kann eine Allergie dahinterstecken. Ob eine Untersuchung sinnvoll ist und welche Testverfahren infrage kommen, hängt von den Beschwerden und dem Alter Ihres Kindes ab.
In unserer Praxis können wir unter anderem einen Pricktest durchführen, bei dem mögliche allergische Reaktionen auf der Haut untersucht werden. Je nach Fragestellung kommt auch eine Blutuntersuchung auf spezifische IgE-Antikörper infrage. Weiterführende Untersuchungen, beispielsweise bestimmte Provokationstests, erfolgen in spezialisierten Einrichtungen.
Ein Sturz auf den Kopf sorgt verständlicherweise für große Verunsicherung. Nicht jede Beule bedeutet gleich eine ernsthafte Verletzung, trotzdem sollten Sie Ihr Kind nach einem solchen Unfall aufmerksam beobachten.
Warnzeichen sind beispielsweise wiederholtes Erbrechen, zunehmende starke Kopfschmerzen, auffällige Schläfrigkeit, Verwirrtheit oder Unsicherheiten beim Gehen. Bei solchen Beschwerden ist eine umgehende ärztliche Abklärung erforderlich. Bei Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen oder anderen schweren neurologischen Auffälligkeiten wählen Sie bitte sofort die 112.
Auch wenn zunächst keine Beschwerden auftreten, können sich Anzeichen einer Kopfverletzung verzögert zeigen. Ob eine Untersuchung erforderlich ist, hängt unter anderem vom Alter Ihres Kindes, dem Unfallhergang und seinem Verhalten danach ab. Bei Unsicherheit lassen Sie sich bitte ärztlich beraten.
Bauchschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden im Kindesalter und können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Manchmal stecken Verdauungsprobleme, Verstopfung oder eine Infektion dahinter. Auch seelische Belastungen, beispielsweise in der Schule oder im familiären Alltag, können sich durch Bauchschmerzen bemerkbar machen.
Wenn die Beschwerden regelmäßig auftreten, länger anhalten oder Ihr Kind im Alltag beeinträchtigen, ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll. Bei plötzlich auftretenden starken Schmerzen, einem deutlich verschlechterten Allgemeinzustand oder anderen ausgeprägten Beschwerden sollte die Abklärung umgehend erfolgen.
Neurodermitis zeigt sich häufig durch trockene, gerötete und stark juckende Haut. Bei Säuglingen sind oft Gesicht und Kopfhaut betroffen, während bei älteren Kindern die Beschwerden besonders in den Armbeugen, Kniekehlen oder an den Händen auftreten können.
Die Erkrankung verläuft häufig in Schüben und kann Kinder und Familien im Alltag erheblich belasten. Eine geeignete Hautpflege und eine individuell abgestimmte Behandlung helfen dabei, Beschwerden zu lindern und die Haut zu schützen. In unserer Praxis gehört die Betreuung von Kindern mit Neurodermitis zu den besonderen Behandlungsschwerpunkten.
Auch Kinder können unter Kopfschmerzen leiden. Mögliche Auslöser sind beispielsweise zu wenig Schlaf, Flüssigkeitsmangel, Anspannung oder ein unregelmäßiger Tagesablauf. Daneben kommen unter anderem Migräne und andere medizinische Ursachen infrage.
Wenn Kopfschmerzen häufiger auftreten, sehr stark sind oder Ihr Kind dadurch im Alltag eingeschränkt wird, sollten sie ärztlich abgeklärt werden. Bei plötzlich einsetzenden, außergewöhnlich starken Kopfschmerzen oder zusätzlichen Auffälligkeiten wie Bewusstseinsstörungen, Lähmungserscheinungen oder Nackensteifigkeit mit Fieber ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich.
Kinder, die deutlich vor dem errechneten Geburtstermin geboren wurden, haben in ihren ersten Lebensmonaten und -jahren häufig andere Voraussetzungen als reif geborene Kinder. Je nach Schwangerschaftswoche, Geburtsgewicht und medizinischer Vorgeschichte kann es deshalb sinnvoll sein, ihre Entwicklung besonders aufmerksam zu begleiten.
Dabei geht es nicht nur um Wachstum und körperliche Gesundheit, sondern auch um Bewegung, Sprache, Wahrnehmung und die allgemeine Entwicklung. Dr. med. Inis Schönfelder verfügt über besondere Erfahrung in der Betreuung ehemaliger Frühgeborener und berücksichtigt deren individuelle Vorgeschichte bei der weiteren medizinischen Begleitung.
Kindergarten, Schule und Alltag
Gerade in den ersten Kita-Jahren sind häufige Infekte nichts Ungewöhnliches. Kinder kommen dort mit vielen neuen Krankheitserregern in Kontakt und ihr Immunsystem lernt nach und nach, damit umzugehen. Mehrere Erkältungen im Jahr sind deshalb besonders bei jüngeren Kindern durchaus üblich.
Wenn Ihr Kind zwischen den Infekten wieder fit ist, sich altersgerecht entwickelt und gut erholt, besteht meist kein Grund zur Sorge. Bei ungewöhnlich schweren oder lang anhaltenden Erkrankungen, auffälligen Begleiterscheinungen oder wenn Sie sich unsicher sind, sollten wir uns die Situation gemeinsam genauer anschauen.
Nicht nach jeder Erkrankung ist eine ärztliche Bescheinigung notwendig. Ob ein Attest verlangt werden darf oder erforderlich ist, hängt unter anderem von den geltenden Regelungen der Einrichtung, der Schule und der jeweiligen Erkrankung ab.
Bei bestimmten ansteckenden Krankheiten gelten außerdem besondere Vorgaben für die Rückkehr in Gemeinschaftseinrichtungen. Bitte informieren Sie sich zunächst bei Ihrer Kita oder Schule, welche Nachweise tatsächlich benötigt werden. Falls eine ärztliche Bescheinigung erforderlich ist, sprechen Sie uns gern an.
Müdigkeit und Konzentrationsprobleme können viele Ursachen haben. Manchmal fehlt einfach ausreichend Schlaf oder der Alltag ist gerade besonders anstrengend. Aber auch seelische Belastungen, Schwierigkeiten in der Schule oder körperliche Ursachen können dahinterstecken.
Wenn Ihr Kind über einen längeren Zeitraum ungewöhnlich müde wirkt, sich schlechter konzentrieren kann oder sich sein Verhalten deutlich verändert, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Gemeinsam schauen wir, welche Ursachen infrage kommen und ob weitere Untersuchungen notwendig sind.
Bewegung und Sport sind für Kinder und Jugendliche wichtig und fördern nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch Selbstvertrauen und soziale Fähigkeiten. Für den normalen Freizeit- und Vereinssport ist bei gesunden Kindern in der Regel keine besondere sportmedizinische Untersuchung erforderlich.
Bei bestimmten Vorerkrankungen, Beschwerden unter Belastung oder besonderen sportlichen Anforderungen kann eine Untersuchung jedoch sinnvoll sein. Manche Vereine verlangen außerdem eine ärztliche Bescheinigung. Ob und in welchem Umfang eine Untersuchung notwendig ist, klären wir gern mit Ihnen.
Wenn ein Kind den Schulbesuch zunehmend vermeidet, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Hinter solchen Veränderungen können ganz unterschiedliche Gründe stecken, beispielsweise Schwierigkeiten mit Mitschülern, Leistungsdruck, Ängste oder andere belastende Situationen.
Wichtig ist, die Sorgen Ihres Kindes ernst zu nehmen und zunächst in Ruhe herauszufinden, was es beschäftigt. Wenn die Probleme länger anhalten, regelmäßig körperliche Beschwerden vor dem Schulbesuch auftreten oder der Alltag zunehmend beeinträchtigt wird, kann eine ärztliche beziehungsweise psychotherapeutische Einschätzung hilfreich sein.
Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang, den sie möglichst jeden Tag ausleben sollten. Ob Toben auf dem Spielplatz, Fahrradfahren, Ballspielen oder Sport im Verein – entscheidend ist, dass Bewegung regelmäßig stattfindet und Freude macht.
Für Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 17 Jahren empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation durchschnittlich mindestens 60 Minuten Bewegung mit mittlerer bis hoher Intensität pro Tag, über die Woche verteilt. Auch jüngere Kinder sollten täglich vielfältige Möglichkeiten haben, sich altersgerecht zu bewegen. Dabei muss es nicht immer organisierter Sport sein, denn auch der ganz normale aktive Alltag zählt.
Verhalten, Gefühle und seelische Gesundheit
Ängste gehören zur kindlichen Entwicklung dazu und verändern sich mit dem Alter. Während kleinere Kinder beispielsweise Angst vor Dunkelheit oder dem Alleinsein haben, beschäftigen ältere Kinder häufig schulische Anforderungen, Freundschaften oder neue Situationen.
Wenn Ängste jedoch sehr stark werden, über längere Zeit bestehen oder Ihr Kind dadurch im Alltag deutlich eingeschränkt ist, sollte man genauer hinschauen. Wir können gemeinsam besprechen, was hinter den Ängsten stecken könnte und welche Unterstützung sinnvoll ist.
Kinder sind unterschiedlich lebhaft, impulsiv und aufmerksam. Nicht jedes unruhige oder verträumte Kind hat deshalb automatisch eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS).
Wenn ausgeprägte Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit, Impulssteuerung oder starker Unruhe über längere Zeit bestehen, in verschiedenen Lebensbereichen auftreten und den Alltag deutlich beeinträchtigen, kann eine gezielte Diagnostik sinnvoll sein. Dabei betrachten wir nicht nur einzelne Verhaltensweisen, sondern die gesamte Entwicklung und Lebenssituation Ihres Kindes.
Nein, Konzentrationsschwierigkeiten bedeuten nicht automatisch, dass eine Aufmerksamkeitsstörung vorliegt. Schlafmangel, Überforderung, Stress, emotionale Belastungen oder auch Schwierigkeiten beim Sehen und Hören können die Konzentration beeinflussen.
Entscheidend ist, wann und in welchen Situationen die Probleme auftreten und wie stark Ihr Kind dadurch beeinträchtigt wird. Wenn die Schwierigkeiten länger bestehen, schauen wir gemeinsam nach möglichen Ursachen und besprechen, ob weitere Untersuchungen hilfreich sind.
Wut, Frustration und heftige Gefühle gehören besonders bei jüngeren Kindern zur Entwicklung dazu. Kinder müssen erst lernen, ihre Gefühle zu verstehen, auszudrücken und zunehmend selbst zu regulieren. Das gelingt nicht immer und kann für die ganze Familie anstrengend sein.
Hilfreich sind klare, verlässliche Grenzen, Geduld und das Gefühl, auch mit schwierigen Emotionen angenommen zu werden. Wenn die Gefühlsausbrüche sehr häufig oder besonders heftig auftreten, Ihr Kind darunter leidet oder das Familienleben stark belastet wird, kann ein gemeinsames Gespräch helfen, die Situation besser einzuordnen.
Gerade mit zunehmendem Alter brauchen Kinder und Jugendliche mehr Freiraum und möchten nicht mehr alles mit ihren Eltern teilen. Ein gewisser Rückzug kann deshalb durchaus zur Entwicklung gehören.
Wenn Ihr Kind jedoch über längere Zeit kaum noch Interesse an Freunden oder früheren Lieblingsbeschäftigungen zeigt, häufig traurig wirkt oder sich sein Verhalten deutlich verändert, sollten Sie aufmerksam werden. Solche Veränderungen können unterschiedliche Ursachen haben und verdienen es, ernst genommen zu werden. Bei anhaltenden Auffälligkeiten kann eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung sinnvoll sein.
Nicht jede schwierige Phase erfordert gleich eine Psychotherapie. Manchmal helfen bereits Gespräche, Veränderungen im Alltag oder eine gezielte Beratung der Eltern dabei, eine belastende Situation zu verbessern.
Wenn Ängste, anhaltende Traurigkeit, Verhaltensauffälligkeiten oder andere seelische Belastungen jedoch das Wohlbefinden und den Alltag Ihres Kindes deutlich beeinträchtigen, kann psychotherapeutische Unterstützung hilfreich sein. Als Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und Psychotherapeutin kann Dr. med. Inis Schönfelder körperliche, entwicklungsbezogene und seelische Aspekte gemeinsam betrachten und mit Ihnen besprechen, welche weiteren Schritte sinnvoll sind.
Ihre Frage war nicht dabei?
Nicht jede Frage lässt sich mit ein paar Zeilen beantworten und manchmal ist es einfach beruhigender, persönlich mit jemandem zu sprechen. Wenn Sie unsicher sind, Fragen zur Gesundheit oder Entwicklung Ihres Kindes haben oder ein Anliegen besprechen möchten, wenden Sie sich gern an unsere Praxis.
Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und helfen Ihnen dabei, den richtigen nächsten Schritt zu finden.
Sehr gern.
